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„Europa gehört uns“

Start des Erasmus-Projekts an der IGS Langenhagen

Mit dem zweijährigen Erasmusplus-Projekt „Europa gehört uns“ begeben sich Schüler und Schülerinnen der IGS Langenhagen zusammen mit Schülern aus Frankreich und Polen auf Spurensuche nach den Wurzeln unserer europäischen Werte.

Frieden, offene Grenzen, Wertegemeinschaft – die Errungenschaften der EU sind so selbstverständlich geworden, dass sie zunehmend in Gefahr geraten. Was steht für uns auf dem Spiel, wenn wir unsere europäischen Ideale in Zeiten des Brexits und eines Rechtsrucks nicht verteidigen? Dieser Frage möchte die IGS Langenhagen mit dem Erasmusplus-Projekt „Europa gehört uns“ auf den Grund gehen – mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa: Für die kommenden zwei Jahre koordiniert die IGS Langenhagen daher eine Erasmusplus-Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Ernestinum in Rinteln, zwei französischen Schulen in Le Havre und Pont Audemer sowie mit zwei polnischen Gymnasien in Breslau und Karpacz.

Ziel dieses gemeinsamen, fächerübergreifenden Projektes ist es, Jugendliche europäischer Nachbarstaaten kennenzulernen, Vorurteile abzubauen, geschichtliche Zusammenhänge erfahrbar zu machen und damit die Übernahme von Verantwortung für zukunftsorientiertes Handeln anzubahnen. Dafür setzen sich die deutschen, französischen und polnischen Schüler im Alter zwischen 15 bis 17 Jahren mit ihrer gemeinsamen europäischen Geschichte als einer Zeit der Differenzen und Kriege auseinander, um sich dann über ihre heutigen gemeinsamen Werte, Ideale, Ziele und Träume als junge Europäer auszutauschen.

An der IGS Langenhagen arbeiten im laufenden Schuljahr die Kurse 11.1 und 11.4, der Französisch-Fortgeschrittenen-Kurs in Jahrgang 11 sowie eine AG in Jahrgang 10 an dem Erasmusplus-Projekt. Während die Schüler im Fach Französisch Videos drehen, mit denen sie sich den Lerngruppen in Polen und Frankreich vorstellen, widmen sie sich in den Fächern PolitikWirtschaft sowie Werte und Normen zunächst dem Thema „Soziales Engagement junger Menschen“ und vergleichen ihre Arbeitsergebnisse mit denen ihrer europäischen Partnerschulen.

Als eine Möglichkeit des gemeinsamen europäischen Engagements steht dann in der zweiten Projektphase die Kriegsgräberfürsorge im Mittelpunkt: Im Geschichtsunterricht werden Soldatenbiografien rekonstruiert, um sich der gemeinsamen europäischen Historie zu nähern.

Im März 2020 heißt es dann: Koffer packen und auf nach Frankreich! Von jeder Partnerschule werden jeweils 15 Schüler in die Normandie reisen und vor Ort der europäischen Geschichte auf den Grund gehen. Eine weitere Begegnung folgt im Jahr 2021 in Polen.

Initiiert hat das Projekt an der IGS Langenhagen Französischlehrerin Christine Rahn. Ihre Projektidee und der Antrag, den sie zusammen mit Kollegen aller Schulen und Schulleiter Timo Heiken ausgearbeitet hat, überzeugte die Erasmus-Kommission: Sie fördert das Projekt aller sechs Schulen mit insgesamt 158.000 Euro. Von diesem Geld profitieren in den kommenden zwei Projektjahren rund 480 Schüler – und die europäische Gemeinschaft. Und das hoffentlich ein Leben lang!