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Erdnussfreie Zone

Die IGS Langenhagen hat es sich zur Aufgabe gemacht, erdnussfreie Schule zu werden und mit einer schulinternen Kampagne über dieses Thema aufzuklären.

Warum sind Erdnüsse so gefährlich?

Eine Erdnussallergie ist eine Nahrungsmittelallergie vom Typ I (Soforttyp).Das bedeutet, dass die Symptome unmittelbar nach oder bereits bei dem Verzehr von Erdnüssen, spätestens jedoch nach Ablauf von zwei Stunden, auftreten. Von späteren Reaktionen wird sehr selten berichtet.

Verglichen mit anderen Lebensmitteln weisen insbesondere Erdnüsse ein sehr hohes allergisches Potential auf. Die Ursache dafür ist, dass Erdnüsse eine Vielzahl von Allergenen besitzen. Symptome einer Erdnussallergie können sich bereits beim Kontakt mit sehr geringen Spuren (im Bereich von wenigen Milligramm) des Allergens zeigen. Bei besonders schweren Formen dieser Allergie reicht bereits Hautkontakt oder das Einatmen, wie es zum Beispiel im Flugzeug über die Klimaanlage geschehen kann.

(Quelle: Wikipedia)

Allergische Schülerinnen und Schüler an unser Schule

Mehrere Schülerinnen und Schüler an der IGS Langenhagen sind von dieser Allergie betroffen und das so stark, dass selbst geringste Spuren von Erdnüssen bei den Kindern zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischer Schock führen kann. Schon das Aufreißen einer Erdnussflipstüte oder das Öffnen einer Snickersverpackung kann für diese Kinder tödlich enden. In diesem Sinne ist es unser Ziel, unsere Schule in eine „erdnussfreie Zone“ und damit in einen sicheren Ort für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu verwandeln.

Der Anaphylaktische Schock

Ein Anaphylaktischer Schock ist eine lebensbedrohliche Reaktion. Sie kann z.B. durch Insektengifte, Nahrungsmittel, Infusionen, Tierallergene oder Medikamente ausgelöst werden. Durch die Weitstellung der Blutgefäße kommt es zu einem starken Blutdruckabfall, außerdem tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe aus. Aufgrund des Blutdruckabfalls kommt es zu einer verminderten Durch-blutung lebenswichtiger Organe. Im weiteren Verlauf treten die typischen Symptome eines Schocks auf, d.h. der Puls wird flach und schnell und die Bewusstlosigkeit kann eintreten. Ein anaphylaktischer Schock führt zu einem lebensbedrohenden Ver-sagen des Herz-Kreislauf-Systems.

Welche Produkte sind betroffen:

Folgende Produkte dürfen nicht mit in die Schule gebracht und dort verzehrt werden:

  • Erdnüsse
  • Erdnussflips
  • Erdnussbutter
  • Erdnusskekse
  • Erdnusskuchen
  • Erdnussbrote
  • Erdnussriegel
  • M&Ms
  • Studentenfutter
  • Snickers
  • Mr Tom
  • Hanuta
  • Ferrero Küßchen
  • Ferrero Rocher
  • Müslis mit Nüssen
  • Müsliriegel mit Nüssen
  • Schokolade mit Nüssen

oder sonstige Lebensmittel, die Erdnüsse enthalten.

Achtung: Auch die beliebten asiatischen Take-Away Nudelboxen enthalten häufig Erdnüsse in beliebiger Form und dürfen deshalb auch nicht mit in Schule genommen bzw. dort verzehrt werden.

Das beliebte Schulfrühstück „Nutella“ ist allerdings erlaubt.

Die Kampagne Peanot

Der Kunst–LK des Abitur-Jahrgangs 2016 unter Leitung von Antje Kaps entwickelte im Rahmen des Kunstunterrichts eine Werbekampagne zum Thema Erdnuss-anaphylaxie.

Aufgabe war es, ein Corporate-Design-Konzept zu entwickeln, dass die SchülerInnen unserer Schule überzeugt, Erdnüsse ziemlich „blöd“ zu finden. Gleichzeitig soll das Konzept die Dringlichkeit des Themas „Erdnussanaphylaxie“ transportieren. Die Schülerinnen recherchierten mehrere Monate zum Thema, interviewten die betroffenen Kinder unserer Schule und entwarfen Kampagnen, die nicht nur Plakate, sondern auch Informationsmaterial und ein entsprechendes Logo umfasst. Die derzeit im Schulgebäude gezeigte Plakatserie gehört zu den Resultaten einer von insgesamt fünf Arbeitsgruppen. Die Sieger-Kampagne "Peanot" wurden in einem Wettbewerb durch eine Jury ausgewählt, zu der der ehemaligen Schulleiter Herrn Kuschel, ausgesuchte Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes, die Kunstfach-leiterin Frau Kirchner sowie Herr Aschenbrenner als einer der Leiter der Schul-sanitäter gehörten.

Die zwölf Plakate überzeugen durch ihr Design und die kluge Nutzung serieller Zusammenhänge der Plakate zueinander. Die Namen der auf den Plakaten genannten Personen sind fiktiv, das Thema ist an unserer Schule jedoch sehr real. Die Kampagnen-Autorinnen Ria Röhricht, Lara Zeusel, Lea Klaus haben inzwischen erfolgreich ihr Abitur bestanden und gehen nun ihren beruflichen Weg.

Das ebenfalls von ihnen entwickelten Logo „Peanot - erdnussfreie Zone“ steht für unser Bestreben, die IGS Langenhagen zur erdnussfreien Zone werden zu lassen.

Die Schule hat ihrerseits die Webadresse www.peanot.de gesichert unter der über diese Kampange aufgeklärt wird.

Wir versuchen damit zu erreichen dass sich Schülerinnen und Schüler mit dieser lebensgefährlichen Allergie an unserer Schule wohl und hoffentlich sicher fühlen.