Schulsanitätsdienst und Werteerziehung
Erziehung zur Verantwortung, Gewaltprävention und Werteerziehung sind einige der politischen Forderungen, die in den letzten Jahren immer mehr in den Mittelpunkt pädagogischer Diskussionen gerückt sind. Wie so viele gesellschaftliche Forderungen soll Schule neben ihren curricularen Aufgaben auch diese mit Inhalten füllen. Da stellt sich die Frage, über welche Inhalte man im Sinne einer Werteerziehung an die Jugendlichen überhaupt herankommen kann. [...]
Als [der Schulsanitätsdienst] 1985 an der IGS Langenhagen gegründet wurde, geschah dies zunächst nicht unter der Prämisse einer Werteerziehung. Es stellte sich aber schnell heraus, dass „ganz nebenbei“ pädagogische Ziele erreicht wurden, wie sie in einem Unterricht konzeptionell geplant möglicherweise nie erreicht worden wären. So zeigten die Jugendlichen bald große Fürsorglichkeit gegenüber Mitschülern, stellten eigene Bedürfnisse zurück, indem sie sich auch noch nach Beendigung der Unterrichtszeit um erkrankte Kinder kümmerten, waren plötzlich in der Lage, verantwortlich zu handeln, veränderten mit anderen Worten ihr Sozialverhalten in sehr positiver Weise.
Dies wurde dadurch möglich, dass durch die Konzeption des Projektes für die Jugendlichen ein Betätigungsfeld entstand, das ihnen entgegenkam, in dem sie sich engagieren wollten. Sie entdeckten nämlich im Schulsanitätsdienst eine wichtige Nische für sich, eine Nische, in der man ihnen erheblich mehr Vertrauen entgegenbrachte, Verantwortung übertrug, Selbständigkeit zutraute als in jedem anderen Bereich ihrer Schule. Mit einem Mal erfuhren sie in ihrer Schule eine enorme Aufwertung und Anerkennung, wurden bei Lehrern und Mitschülern zu gefragten Fachleuten und erhielten Entscheidungsbefugnisse wie sonst kein anderer Schüler ihrer Schule. [...]
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Weitere Informationen zum Pädagogischen Konzept des Schulsanitätsdienstes an der IGS Langenhagen finden Sie rechts im Downloadbereich.



