Probleme mit Photovoltaikanlage
Seit einiger Zeit bekomme ich Warnmeldungen, dass die Fotomodule der großen Anlage nicht richtig arbeiten. Nach einer Besichtigung stellt sich heraus, einige Bäume sind so groß geworden, dass sie die Module beschatten. Nach Rücksprache mit dem Gartenamt der Stadt sollen die Bäume etwas ausgelichtet werden, damit die Anlage wieder richtig Energie erzeugen kann.
Klimaschutzschulenatlas
Etwa ein Jahr hat es gedauert, nun besitzt unsere Schule eine Wetterstation, die Daten ins Internet liefert. Nachdem nun alles richtig zusammenarbeitet - Messstation, Internet und Datenauswertung - ist die Schule in den Altas über Klimaschutz des Bundesministeriums für Umwelt aufgenommen worden.
In dem Atlas sind Schulen verzeichnet, die Solaranlagen, Wetterstationen und Aktionen zum Klimaschutz betreiben. Seit dem 11.02.10 ist unsere Schule in diesem Atlas verzeichnet. Wir sind einige der wenigen Schulen in Deutschland, die sowohl eine Solaranlage als auch eine Wetterstation besitzen und zusätzlich noch Aktionen zum Umweltschutz durchführen.
Wer sich den Klimaschutzschulenatlas ansehen möchte braucht nur [hier] zu klicken.
Energieerzeugung und Wetterstation
Die Daten aus der Wetterstation und unseren Solarmodulen werden nun auch ins Internet übertragen und können dort eingesehen werden.
Die Installation der Messfühler im September, das Verlegen der Kabel durch das Schulgebäude und der Einbau der Anzeige für die Daten im Forum war in einigen Tagen erledigt. Viel mehr Zeit hat dagegen der Anschluss der Anlage ans Internet und die Konfiguration der Software benötigt. Nun werden kontinuierlich sieben Messdaten erfasst und an der Anzeige im Forum dargestellt, gleichzeitig werden die Daten gespeichert und alle 15 Minuten ins Internet übertragen. Die Daten unserer Energieerzeugung und aus der Wetterstation werden an die Firma Meteocontrol gesendet und dort auch ausgewertet. Damit der Datenstrom beständig ausgeführt wird, wurden zwei feste Internetadressen zu Meteocontrol eingerichtet.
Nachdem ich noch einen Link auf der Hauptseite der Homepage unserer Schule eingebaut habe, kann man sich direkt auf die Seite mit den Schuldaten verbinden lassen. Dort stehen verschiedene Darstellungsmöglichkeit zur Verfügung. Man kann sich den Luftdruck, die Außentemperatur, die Windgeschwindigkeit und weitere Wetterdaten in Diagrammen oder direkt in Tabellen darstellen lassen. Entsprechend stehen auch die Daten der Energieerzeugung zur Verfügung. Hier kann man z.B. die CO2 Einsparung oder den Gewinn aus der Einspeisung ablesen.
Die gesamte Wetterstation mit der Anzeige im Forum und der Installation hat etwa 6000 Euro gekostet. Für diesen großen Betrag haben wir eine professionelle Anlage bekommen und können nun die Daten auch im Unterricht verwenden. Finanziert wurde das Projekt zum großen Teil aus den Gewinnen unserer Solaranlage. Wie auch bei Projekt Solaranlage hat uns die Stadt Langenhagen wieder unterstützt, hier besonders das Hochbauamt (Herr Arnecke). Einige Messfühler wurden von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenernergie (DGS) gesponsert. Die DGS baut ein Netz von Messstationen in Schulen auf und wertet diese mit zusammen mit der Fa. Meteocontrol aus.
Wesentlich beteiligt war auch das Ingenieurbüro Fleiß, das nicht nur den Einbau und die Verschaltung der elektronischen Elemente vorgenommen hat, sondern auch bei der Installation der Software und dem Kontakt zur Firma Meteocontrol behilflich war.
Karlheinz Niescken
Erweiterung der Photovoltaik – Anlage
Unsere Photovoltaik – Anlage hat im letzten Jahr 6166,3 kWh Energie in das öffentliche Netz eingespeist. Dadurch hat die Schule etwas über 3000 € von den Stadtwerken überwiesen bekommen. Das Geld soll für Umweltprojekte, Energiesparmaßnahmen oder die Verbesserung unserer Energieerzeugung benutzt werden.
Ein im letzten Jahr geplantes Projekt konnte mit Erfolg abgeschlossen werden, es ist im Forum zu sehen. An einer Säule ist eine Anzeigetafel angebracht, auf der die aktuelle Daten der Energieerzeugung und der CO2 – Verminderung angezeigt werden. Die Lampe, die die Tafel beleuchtet , benötigt übrigens besonders wenig Energie. In den nächsten Wochen soll noch ein Anschluss an das Internet erfolgen. Es ist dann möglich die genauen Daten unserer Energieerzeugung im Internet einzusehen, man könnte sie dann zum Beispiel auch im Unterricht verwenden, um eine statistische Auswertung durchzuführen. Bisher stehen nur die Daten der monatlichen Energieerzeugung auf der Hauptseite unserer Homepage.
Einen Zuschuss für dieses Projekt habe ich wieder von Proklima bekommen, die auch große Teile unserer Photovoltaik – Anlage finanziert hat. Momentan plane ich eine Ergänzung unserer Anlage um Messfühler. Damit könnte man z.B. die Temperaturen registrieren und auch ins Internet übernehmen. Es wäre auch möglich eine kleine Wetterstation mit solchen Messfühlern aufzubauen. Eine genaue Auswertung der Leistung unserer Module in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen (Außentemperatur, Luftdruck, Windrichtung) wäre damit möglich. Einen Sponsor für einen Teil dieses Projektes habe ich bereits gefunden, das Bundesministerium für Umwelt. Gerade lasse ich einen Kostenvoranschlag für den Einbau eines Messfühlers für die Temperatur erstellen.
Photovoltaikmodule gestohlen
Nun sind bereits zum zweiten Mal Photovoltaikmodule gestohlen worden. Daher wird es notwendig, die Anlage stärker zu überwachen und eine Alarmanlage einzubauen. Wachdienst und Polizei sind informiert und werden häufiger kontrollieren. Die Alarmanlage mit direkter Benachrichtigung der Polizei wird demnächst installiert.
Photovoltaik - Anlage
Im Juni 1999 haben wir an unserer Schule mit einem Projekt zur Nutzung der Sonnenenergie begonnen. Das Projekt "Sonneonline" wurde von dem Energieunternehmen Preussen - Elektra und dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme unterstützt. Im Rahmen des Projektes wurden etwa 450 Photovoltaik - Anlagen in verschiedenen Bundesländern installiert.
Unsere Solarmodule wurden von einer Klasse des 10. Jahrgangs im AWT - Unterricht montiert und anschließend auf dem Dach unserer Schule installiert. Zusätzlich wurden in Physik und AWT Probleme der Nutzung solarer Energie behandelt und durch Versuche veranschaulicht. Die nötigen Geräte für diese Versuche wurden uns ebenfalls von der Preussen - Elektra zur Verfügung gestellt. Den Bau haben die Kollegen Besser und Pelz mit Schülern der Jahrgangs 10 durchgeführt, die monatliche Auswertung der Ergebnisse über mehrere Jahre wurde vom Kollegen Niescken vorgenommen.
Mit den Vorarbeiten zur Erweiterung dieser kleinen Anlage habe ich im Jahr 2006 begonnen. Mehr als ein Jahr haben die Vorarbeiten beansprucht. Es mussten die nötigen Informationen zum Bau einer Anlage eingeholt, die Kosten ermittelt und die Finanzierung gesichert werden. Die Genehmigung der Stadt Langenhagen musste beantragt und Kostenvoranschläge von verschiedenen Firmen eingeholt werden. Schließlich musste ich mit dem Finanzamt klären, ob die Schule mehrwertsteuerpflichtig ist, weil wir Strom erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen.
Im Mai des nachfolgenden Jahres war es dann endlich so weit, die bestehende Anlage konnte wesentlich erweitert werden. Sie wurde von Schülern aus dem Jahrgang 10 unter Anleitung des Kollegen Besser an einem einzigen Tag installiert (15.5.2007). Die Energiespargruppe unserer Schule hatte einen größeren Betrag gespendet und dann habe ich die Zusagen von der Umweltlotterie Bingo und von Proklima bekommen, uns finanziell bei dem Bau einer 4,16 kW peak - Anlage zu unterstützen. Insgesamt hat die Erweiterung 23000 € gekostet, darin sind nicht die Eigenarbeit und die Vorarbeiten der Stadt Langenhagen mit eingerechnet (z.B. Setzen eines neuen Anschlusskastens).
Die erzeugte Energie wird nun ins öffentliche Netz eingespeist, wofür wir natürlich Geld bekommen. Mit diesem Geld sollen weitere Umweltprojekte an unserer Schule finanziert werden.
Da ich vor hatte, auch im Jahr 2008 in eine erneute Erweiterung unserer Solaranlage zu investieren, sprach ich mit proKlima wegen einer möglichen Unterstützung. Ich erfuhr, dass ab 2008 keine Mittel mehr für Solaranlagen zur Verfügung stehen würden, es aber noch restliche Gelder für bereits geplante Erweiterungen im Jahr 2007 geben würde. Wenn ich innerhalb einer Woche die benötigten Unterlagen (Kostenvoranschlag, Genehmigung der Stadt, Bauzeichnung usw) einreichen könnte, würde ich noch einmal finanzielle Unterstützung bekommen können. Da es mir gelang alle Unterlagen kurzfristig zusammen zu stellen, konnte im Januar 2008 eine weitere Anlage mit 2,16 kWp installiert werden. Wieder half dabei eine AG aus dem 10. Jahrgang unter der Leitung vom Kollegen Besser.
Leider haben wir zwischendurch auch einen Rückschlag erlitten. Es wurden nämlich von der alten Anlage drei Module gestohlen und Verbindungskabel einfach durchgeschnitten. Dadurch konnte diese Anlage über längere Zeit keine Energie einspeisen.
Nachdem einige technische Fragen geklärt wurden, konnte auch die alte Anlage wieder in Betrieb genommen werden.
Karlheinz Niescken






